Wir behandeln alle gleich gut! Gleicher Zugang zum Gesundheitswesen für Alle durch die Bürger*innenversicherung

Liebe Interessierte,

wir möchten euch herzlich zur Diskussionsveranstaltung der Kritischen Mediziner*innen Freiburg und des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) anlässlich des deutschen Ärztetags in Freiburg einladen:

Wir behandeln alle gleich gut!
Gleicher Zugang zum Gesundheitswesen für Alle durch die Bürger*innenversicherung

am: Dienstag, 23.05.2017

um: 20 Uhr

in: Universität Freiburg, Kollegiengebäude 1, HS 1016,
Platz der Universität 3, 79098 Freiburg

Referent*innen
· Dr. Nadja Rakowitz (Geschäftsführerin des vdää)
· Dr. med. Michael Cremer (Niedergelassener Hausarzt, Mitglied im Vorstand des vdää)

Noch aus Bismarcks Zeiten stammt die Unterscheidung von Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung. Privat Versicherte bekommen heute bei vielen niedergelassenen Ärzt*innen schneller einen Termin und werden bevorzugt behandelt. Ärzt*innen werden für die Diagnostik und die Behandlungen privat versicherten Patient*innen besser bezahlt. Oft bekommen deshalb privat Versicherte mehr verordnet als medizinisch nötig.

Wir nennen das Zwei-Klassenmedizin und halten das nicht nur für ungerecht, sondern auch für schädlich – auch für die scheinbar privilegierten privat Versicherten. Deshalb setzen wir uns ein für die Abschaffung dieses Unterschieds und für eine solidarische Bürger*innenversicherung für alle hier lebenden Menschen, so dass es gar keine Anreize gibt für eine solche Ungleichbehandlung.

Die Veranstaltung stellt Modelle der Bürger*innenversicherung vor und diskutiert mit einem niedergelassenen Hausarzt, warum diese für die niedergelassenen Ärzt*innen nicht der Untergang des Abendlandes sondern Befreiung von unnötigen Unterscheidungen und falschen Anreizen und letztlich eine gute Medizin für Alle bedeuten würde.

Wir freuen uns auf euer Kommen und spannende Diskussionen!
Die kritischen Mediziner*innen Freiburg

Gesellschaftliche und politische Determinanten der AIDS Krise in Südafrika – Mehr als Medikamente und Safer Sex

Wir laden euch herzlich ein zu unserer Veranstaltung am Montag den 27.03.2017 um 18-20 Uhr im Konf1 des AStA (Studierendenhaus, Belfortstr. 24, 79098 Freiburg).

Südafrika hat inzwischen das weltgrößte HIV/AIDS Programm mit mehr als 3,5 Mio. Menschen, die behandelt werden, also 50 mal so viele wie in Deutschland. An dieser Erfolgsgeschichte sind viele beteiligt, auch die medico Partnerorganisation Sinani, die in ländlichen Gemeinden und städtischen informellen Siedlungen der südafrikanischen Provinz KwaZulu Natal nicht nur Aufklärung betreibt, sondern Gemeindegesundheitsarbeiterinnen bei der Durchsetzung ihrer Arbeitsrechte unterstützt, Geschlechterdynamiken, Gewaltverhältnisse und Armutsursachen der Epidemie mit Teenagern und jungen Erwachsenen bearbeitet und Selbsthilfegruppen von HIV Positiven Erwachsenen und Kindern fördert, bei gewählten und traditionellen Autoritäten für eine Entstigmatisierung der Betroffenen eintritt.

Erst mit einem solchen komplexen, menschenrechtlichen Arbeitsansatz erscheint es realistisch, die immer noch hohen Zahlen an Neuinfektionen zu reduzieren.

Andreas Wulf von medico international war Anfang März 2017 zuletzt bei Sinani und berichtet von seinen Erfahrungen und Strategien in der Region Südafrikas mit den höchsten HIV/AIDS Zahlen.

Weil du arm bist, wirst du früher sterben! Do. 28.04.2016, 19 Uhr

coverAm Donnerstag den 28.04.2016 laden wir um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema “Weil du arm bist, wirst du früher sterben” ein. Als Referenten haben wir den Hamburger Arzt Bernd Kalvelage, Autor des Buches Klassenmedizin eingeladen.

Weil du arm bist, wirst du früher sterben
Über die Rolle der Ärzt*innen in einer ungerechten Gesellschaft

Im Medizinstudium lernt man, das gleiche Recht auf Gesundheitsversorgung heiße, alle Patient*nnen gleich zu behandeln. „Ohne Ansehen der Person“ heißt dieses Prinzip im juristischen Kontext. In der Praxis zeigt sich aber schnell, dass auch Patient*innen mit der gleichen Krankheit sehr ungleich sind und jede oder jeden gleich zu behandeln bedeutet, dass viele Patient*innen benachteiligt werden. Soll man sie also ungleich behandeln? Ja und Nein.

Das Buch von Bernd Kalvelage über „Klassenmedizin“ ist konzipiert als ein Lehrbuch für Medizinstudierende und angehende Ärzt*innen, das solche Probleme und Widersprüche an der Praxis und aus der Praxis diskutiert. Es ist entstanden aus seiner langjährigen medizinischen Erfahrung in Wilhelmsburg, einem sozialen Brennpunkt-Stadtteil in Hamburg. Von hier aus entwirft es eine patientenorientierte schichtsensible Medizin „im Angesicht der Person“ und ihres konkreten sozialen und ökonomischen Lebensumfeldes und mutet den Leser*innen zu, den „selektierenden Einfluss der Schicht- und Klassenzugehörigkeit auf das Krankwerden und Kranksein“ zu bedenken und damit angehenden Ärzt*innen bewusst zu machen.

Was bedeuten diese Erkenntnisse für die konkrete Praxis des ärztlichen Handelns? Wie können Fachleute im Gesundheitswesen sinnvoll mit diesen Widersprüchen umgehen? Welche Rolle spielt hierbei die Ausbildung von Medizinstudierenden? Was muss man als guter Arzt und gute Ärztin wissen über Soziale Determinanten von Gesundheit?
Das wollen wir an diesem Abend mit einem Praktiker diskutieren…

28.04.2016 | 19 Uhr | Strandcafé (Grethergelände), Adlerstr. 12, Freiburg

Eine Veranstaltung der kritischen Mediziner*innen, mit Unterstützung von Radio Dreyeckland.

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