• Weg mit §219a! Warum diese Informationskampagne notwendig ist

    Ärztliche Information zu Schwangerschaftsabbrüchen ist keine Werbung!

    Schwangerschaftsabbrüche werden in Deutschland im Strafgesetzbuch geregelt, anders als z.B. Frankreich, wo Frauen* ein gesetzlich geschütztes Recht auf Schwangerschaftsabbrüche haben. Neben §218 des Strafgesetzbuches steht auch §219a im Zusammenhang mit Schwangerschaftsabbrüchen und ist besser bekannt als das „Werbeverbot“ für Schwangerschaftsabbrüche.
    Die Vorläufer des Paragraphen -die §§ 219 und 220 – wurden 1933 vom nationalsozialistischen Regime verabschiedet und wurden nach Kriegsende von den Alliierten nicht beanstandet – mit der Begründung, dass das Gesetz keinen spezifischen Bezug zum Nationalsozialismus hätte. 1974 wurden die beiden Paragraphen 219 und 220 zu dem Paragraphen 219a zusammengefasst, der die „Werbung“, oder besser Information, über das bloße Durchführen und die Methoden von Schwangerschaftsabbrüchen, verbot, wenn dies zum eigenen Vermögensvorteil oder „in grob anstößiger Weise“ geschah. Danach geriet der Paragraph lange in Vergessenheit, bis 2017 selbsternannte „Lebensschützer*innen“ unter diesem Paragraphen die Frauenärztin Kristina Hänel anklagten, die auf ihrer Webseite über Schwangerschaftsabbrüche informierte und diese auch durchführte. Sie wurde zu 6000€ Strafe verurteilt, und seitdem wurden noch mehr Frauenärzt*innen unter dem gleichen Paragraphen angeklagt und verurteilt.

    2019 wurde der Paragraph dahingehend geändert, dass es nun erlaubt ist, darüber zu informieren, dass in einer Praxis Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Weitere sachliche Informationen über Risiken und mögliche Komplikationen sprengen allerdings schon den gesetzlichen Rahmen. So wurde nach Neufassung Kristina Hänel weiterhin zur einer Strafe von 2500€ verurteilt, während zugleich die Vorsitzende Richterin „erhebliche Bedenken“ bzgl. dieses Paragrafs ausspricht.

    Grundsätzlich fordern Linke, Grüne, SPD die ersatzlose Streichung des Paragraphen, während CDU und AfD sich dagegen stellen, die FDP will Möglichkeiten zu sachlichen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche schaffen, den Artikel im Zweifel aber auch streichen. Auch weitere Ärzt*innen werden verurteilt, weil sie über die angebotenen Durchführungsmethoden informieren.

    Weil Frauenärzt*innen es nicht dürfen, müssen wir selbst informieren. Ehrenamtlich zur Verfügung gestellte Informationen, so gründlich sie auch erarbeitet worden sind, gehören aber nicht in eine verantwortliche medizinische Versorgung. Frauen* haben ein Recht auf Informationen von Seite derjenigen, die sie behandeln.

    Gesetze haben Folgen auf die Sicherheit von Schwangerschaftsabbrüchen, welche, wenn unvollständig, die Gesundheit von schwangeren Frauen* gefährdet.
    Daher fordern wir: §219a soll abgeschafft werden!
    Weg mit §219a!

  • Nachtrag und Lese-Tipps – Vortrag zum Mythos „Jungfernhäutchen“ mit Oliwia Hälterlein

    Liebe Interessierten, liebe Teilnehmer*innen, 

    danke, dass ihr so zahlreich erschienen seid! Wir hoffen, dass ihr viel vom gestrigen Vortrag mitnehmen konntet.
    Gerne könnt ihr die folgenden Petitionen unterschreiben und weiterverbreiten:

    hier als Input noch die links zu den während der Veranstaltung angesprochenen Studien:

     Außerdem kann hier die Broschüre in leichter Sprache von Bömelburg Rosa runtergeladen werden: https://opendata.uni-halle.de/handle/1981185920/31840

    Zum Nachlesen über Oliwia und Oliwias Buch der Link zu ihrer Webseite: oliwia-ismus.de

    Und zum Spaß ein KlitQuiz von der AG Gleichstellung und Diversität des FB 16 – Goethe Uni Frankfurt: https://docs.google.com/forms/d/1z0d7z3PggIabdJWTMGG43L5DKnfjsbQJO6qOEAtQE5g/viewform?edit_requested=true

    Viele Grüße und bis bald für neue spannende Veranstaltungen, 

    eure Kritmedis & MSV Freiburg und Kritmedis München

  • Schwangerschaftsabbruch seit 150 Jahren im Strafgesetzbuch: bundesweiter Aktionstag am 15. Mai

     Am 15. Mai nehmen wir zusammen mit anderen Aktiven vom *Aktionsbündnis 15. Mai* am bundesweiten Aktionstag zu Schwangerschaftsabbrüchen teil. Denn am 15. Mai 1871 wurden die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet. Noch heute werden Schwangerschaftsabbrüche tabuisiert, im § 218 StGB kriminalisiert und von Verantwortlichen vernachlässigt. Die Versorgungslage verschlechtert sich rasant, durchführende Ärzt*innen gehen in Rente und Nachwuchskräfte fehlen. Immer weiter werdende Wege, bevormundende Regelungen und der Mangel an Informationen führen nicht zu einer Senkung der Anzahl an Eingriffen, sondern gefährden vielmehr die Gesundheit von Frauen*. Wie in über 30 anderen Städten in Deutschland wollen wir also das Thema in die Öffentlichkeit bringen und laden zu einer Kundgebung um 17 Uhr mit Infostand von 16 bis 19 Uhr ein – mit Abstand und Maske. Der Schwangerschaftsabbruch muss aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden! Schwangerschaftsabbrüche gehören in die Gynäkologie und müssen in die
    ärztliche Lehre und Weiterbildung!

    Datum & Ort: 15. Mai, 16-19h, Platz der alten Synagoge. Kundgebung: 17 Uhr

  • Vaginaler Schleimhaut-Talk gegen den Mythos „Jungfernhäutchen“: Vortrag und Diskussion mit Oliwia Hälterlein

    Endlich ist es soweit!

    Zusammen mit der MSV Freiburg und den Kritmedis München laden wir euch alle ganz herzlich zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Jungfernhäutchen“ ein. 

    Zwischen Pausenbrot und Sportunterricht, in WG-Küchen, Werbungen und in Youtube-Erklärvideos oder mahnend am elterlichen Küchentisch: Die Mär vom sogenannten „Jungfernhäutchen“ schwirrt überall herum und keine*r weiß so richtig Bescheid. Auch wenn der Mythos nur ein kleiner Baustein im patriarchalen System ist, hat er eine lange Geschichte und schränkt die Freiheit und psychische Gesundheit vieler Menschen seit Jahrhunderten ein. Das muss sich ändern!

    Schon mal überlegt, was euer Wissen über euren Körper mit Selbstbestimmung, Sex und Macht zu tun hat? Welchen Einfluss unsere Sprache auf kulturelle Werte und -Zwänge hat? Was der „Jungfernhäutchen“-Mythos über unsere Gesellschaft aussagt?  Und schon mal nachgeschlagen, was darüber eigentlich in den Anatomiebüchern geschrieben steht oder im Studium gelehrt wird?

    Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin Oliwia Hälterlein benennt in ihrem sex-positiven Schleimhaut-Talk die Mythen rund ums „Jungfernhäutchen“ und spricht über (sprachliche) Leerstellen, vaginale Schleimhäute und die anatomische Realität zwischen den Beinen.  

    Datum: 20. 05. 2021 um 18 Uhr via Zoom

    Anmeldung per Mail an: anmeldung@kritischemedizinmuenchen.de

    Spread the world and save the date!

    Die Veranstaltung auf Facebook: https://fb.me/e/25ZZeD33L

    Instagram-Kanäle der Kritmedis Freiburg: @kritmed_freiburg und München: @kritischemedizinmunchen

    Wir freuen uns sehr auf euch,

    eure Kritmedis Freiburg, MSV Freiburg und Kritmedis München

    Bild aus „Das Jungfernhäutchen gibt es nicht“ MaroVerlag / Aisha Franz. Instagram: @maroverlag @aishathesheriff

  • Weg mit §219a – Weil Frauenärzt*innen es nicht dürfen: Informationen zum Schwangerschaftsabbruch

    In diesem Artikel findest du Informationen über:

    Warum diese Informationskampagne ? Den politischen Hintergrund zu unserer Kampagne und zum Informationsverbot über Schwangerschaftsabbrüche erklären wir hier.

    Ablauf eines Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland

    Die Schritte im Einzelnen: 

    Bei Feststellung einer Schwangerschaft muss man sicher stellen, dass wirklich eine Schwangerschaft besteht. Man sollte die Schwangerschaft möglichst von dem*r Frauenärzt*in überprüfen lassen, denn Schwangerschafts-Tests können auch falsch positiv sein. Wenn man noch keinen hat, kann man hier schon den eigenen Blutgruppennachweis bestimmen lassen.
    Beratung
    Eine Beratung vor dem Abbruch ist Pflicht; darum muss man einen Termin bei einer dafür anerkannten Schwangerschaftsberatungsstelle vereinbaren. Für die Beratung sollte man ungefähr eine Stunde Zeit – nach hinten offen – einplanen.

    • Die Beratung ist anonym möglich, d.h. Sie müssen Ihren Namen vorerst nicht nennen. Sie erhalten einen Codenamen. Sollten Sie nicht sehr gut Deutsch sprechen, sagen Sie dies bitte unbedingt bei der Terminvergabe oder bringen Sie eine sehr gut Deutsch sprechende Vertrauensperson zum Übersetzen mit. Viele Beratungsstellen können versuchen, eine*n Dolmetscher*in Ihrer Sprache (kostenlos für Sie) zu organisieren.
    • Die Schwangere kann mit Begleitung oder alleine kommen. Während des Beratungsgesprächs können Sie das ändern, wenn sie dann doch vorziehen sollten,  allein mit dem*r Berater*in zu sprechen.
    • Teilweise finden die Gespräche während Corona auch telefonisch/digital statt, also kann es sein, dass man nicht persönlich zur Beratungsstelle kommen muss/darf. 
    • die Beratungsstelle muss am Ende des Beratungskontaktes die Beratungsbescheinigung aushändigen. Es gibt keinen Zwang die Entscheidung zu begründen/sich zu rechtfertigen und man braucht keine Angst zu haben, irgendwas “Falsches” zu sagen. 
    • Die Beratung soll der Frau (oder dem Paar) dienen; sie unterstützt bei Unsicherheiten und bietet Klärungshilfe auf allen Ebenen, beantwortet Fragen, stellt Hilfsangebote vor…  Sie soll der Frau (dem Paar) helfen, eine informierte, individuell gut geprüfte Entscheidung zu treffen.
    • Die Beratung soll ergebnisoffen sein, d.h. es ist offen, was Sie am Ende der Beratung entscheiden.
    • Die Berater*innen können meist bei Bedarf darüber informieren, zu welchen Ärzt*innen man gehen kann.

    Die offiziellen Beratungsstellen in Freiburg sind
    pro familia e.V.
    Beratungsstelle Freiburg
    Basler Str. 61,79100 Freiburg
    0761 296256
    freiburg@profamilia.de
    Diakonisches Werk
    Dreisamstraße 3-5, 79098 Freiburg
    0761 368910
    Donum vitae
    Leopoldring 7, 79098 Freiburg
    0761 2023096
    Andererorts ist die Beratung auch teils in den Gesundheitsämtern möglich.

    Achtung!
    Die Beratungsbescheinigung muss von einer staatlich anerkannten Beratungsstelle ausgestellt werden. Jedoch ist nicht jede Beratungsstelle staatlich anerkannt. Es gibt auch Beratungsstellen, die nicht neutral sind, von Abtreibungsgegner*innen betrieben werden und/oder am Ende des Gesprächs keine Beratungsbescheinigung aushändigen dürfen/werden. Dies ist auf den verschiedenen Webseiten nicht unbedingt erkennbar!

    Kosten
    Ein Schwangerschaftsabbruch kostet ungefähr zwischen 250-750€ je nach Methode und/oder Ärzt*innenpraxis.
    In manchen Fällen können die Kosten übernommen werden, wenn man folgende Bedingungen erfüllt: Geringverdienende (aktuelle Grenze des eigenen Einkommens der Frau: derzeit 1.258 € netto; für jedes im Haushalt lebende Kind erhöht sich die Grenze um 298 €; wenn die Kosten der Unterkunft höher als 368€ sind, erhöht der darüber liegende Betrag die Einkommensgrenze, aber nur um max. 368€) und von Empfänger*innen von Sozialhilfe, ALG 2 oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. In diesen Fällen kann eine Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden.
    Auch ohne bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein, kann man die Übernahme der Kosten unter oben genannten Bedingungen beantragen. Eine nicht krankenversicherte oder privat krankenversicherte Frau kann sich nach eigener Wahl an eine der gesetzlichen Krankenversicherungen wenden. Die Kosten für den Abbruch werden dann vom jeweiligen Bundesland übernommen – und nicht von der Krankenkasse selbst, darum variiert die Vergütung von Schwangerschaftsabbrüchen auch von Bundesland zu Bundesland. 

    Achtung!
    Es ist wichtig, mit der in einem anderen Bundesland durchführenden Arzt/Ärztinnenpraxis die Akzeptanz der Kostenübernahmeerklärung/Höhe der Vergütung  (oder erforderliche private Zuzahlungen) beim Erstkontakt zu klären.

    Der Antrag muss vor dem Eingriff erfolgen und in der Praxis vorgelegt werden, eine Abrechnung über die Krankenkasse im Nachhinein ist nicht möglich! 

    Die Krankenkasse hat kein Recht, die Vorlage der Beratungsbescheinigung zu verlangen; der Kostenübernahmeantrag für Schwangerschaftsabbruch kann auch schon vor dem Beratungsgespräch bei der Krankenkasse erfolgen

    Während der Covid-Pandemie kann die Kostenübernahmebeantragung  in der Regel telefonisch bei der Krankenversicherung erfolgen, ansonsten persönlich in der jeweiligen Filiale.

    Welche Ärzt*innen bieten Schwangerschaftsabbrüche an? 

    • Eine Liste mit Ärzt*innen die den Eingriff durchführen, kann man hier finden.

    Diese ist allerdings unvollständig, da die Eintragung freiwillig erfolgt. Eine vollständige Liste, von Ärzt*innen die den Eingriff durchführen, können Sie meist bei der Beratungsstelle erhalten. 

    Beim Erstkontakt mit dem*r Ärzt*in mitzubringen sind die Beratungsbescheinigung, wenn vorhanden die Kostenübernahmebescheinigung (spätestens am Tag des Eingriffs), die Versichertenkarte, wenn möglich Ihr Blutgruppennachweis.

    Medizinische Methoden

    Es gibt medikamentöse und operative Methoden.

    • Medikamentös: das Medikament Mifegyne (Wirkstoff Mifepriston) ist bis zum 63. Tag (9 Wochen) nach der letzten Menstruation zulässig. Man kann den medikamentösen Eingriff schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt durchführen. Die Gebärmutter kann nicht verletzt werden und es bedarf allgemein keiner Betäubung. Die Nachblutungen können aber eventuell länger als beim operativen Eingriff anhalten. Aber in Freiburg bieten die meisten Ärzt*innen den medikamentösen Abbruch nur bis Ende der 7. Schwangerschaftswoche + wenige Tage an.
      Mifepriston hemmt Progesteron, das Hormon welches für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft verantwortlich ist. Durch Gabe von einem anderen Medikament (einem Prostaglandin), ca. 2 Tage später, wird wie eine “Fehlgeburt” ausgelöst.
      Mit dieser Methode sind mehrere Termine bis zum Abschluss des Schwangerschaftsabbruchs erforderlich .
      Der Termin zur Durchführung darf frühestens am 4. Tag nach Abschluss der Beratung (also mit 3 Tagen dazwischen) stattfinden. Als erstes werden die Mifegyne Tabletten eingenommen. Ungefähr 42h /48h später erfolgt die Gabe von den Prostaglandin-Tabletten, was Blutungen auslöst. Man verbleibt in der Praxis zur Beobachtung für ungefähr 3-4 Stunden. Es ist empfehlenswert, eine Abholung durch jemanden anderen für den Weg nach Hause zu organisieren. Es ist aber nicht zwingend notwendig: man darf bei Wunsch auch alleine gehen
    • Operativ: der Termin zur Durchführung darf auch hier frühestens am 4. Tag nach Abschluss der Beratung (also mit 3 Tagen dazwischen) stattfinden. Die sogenannte Vakuumaspiration ist heute der Standard findet unter Narkose statt, entweder mit lokaler Betäubung oder unter Kurzzeit-Vollnarkose für ungefähr 15 Minuten). Der Muttermund wird mit dünnen Metallstäben langsam und vorsichtig aufgedehnt, dann wird das Schwangerschaftsgewebe abgesaugt.
      Der Eingriff geht in der Regel sehr schnell und dauert wenige Minuten.
      Die Methode der Kürettage (Ausschabung) wird teilweise angeboten, z.B. wenn der medizinische Abbruch nicht regelrecht erfolgt ist. Jedoch ist die standartmäßige Anwendung dieser Methode eigentlich veraltet.


    Beide Methoden gelten als sehr sicher, allerdings kann es gewisse Nebenwirkungen oder Komplikationen geben: medikamentös besteht das geringe Risiko (in <5% der Fälle), dass das Schwangerschaftsgewebe nicht oder unvollständig ausgestoßen wird. Dann ist eine operative Nachkürettage notwendig. Operativ besteht die Gefahr der Verletzung der Gebärmutter oder einer Infektion.
    Außerdem gibt es das Risiko von sehr starken Blutungen, welche einen operativen Eingriff erfordern (dies ist allerdings nur sehr selten und eher bei sehr spätem Mifepriston-Einsatz: in <1% der Fälle notwendig).

    Telemedizinisch begleitete Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland noch nicht Standard. Jedoch sind welche in Berlin seit kurzem und auch für Frauen aus anderen Bundesländern möglich, scheinbar mit gutem Erfolg.

    Nach dem Abbruch

    Generell kann es nach dem Eingriff zu Blutungen für ein paar Tage oder in Form von Schmierblutungen auch länger kommen. Dies ist normal und bedeutet keinen Grund zur Sorge. Starke Schmerzen sind eher selten.
    Man sollte zum*r Ärzt*in gehen, wenn:  

    • erhöhte Temperatur (über 38,0 Grad Celsius) über längeren Zeitraum auftritt: dann melden Sie sich z.B. telefonisch bei dem*r Ärzt*in, egal welcher Tages- oder Nachtszeit
    • man Schmerzen hat, die über das Maß der Schmerzen wie bei einer Periodenblutung hinausgehen 
    • man übelriechenden starken Ausfluss hat.

    Bei sehr starken Blutungen, die Sie übermäßig einschätzen und mit Schmerzen verbunden sind, wenden Sie sich direkt an die Uniklinik und weisen Sie auf den Schwangerschaftsabbruch hin!

    Um Entzündungen und deren negativen Folgen vorzubeugen, sollten Sie in den ersten Tagen nicht baden (Duschen ist erlaubt), keine Tampons verwenden und keinen Geschlechtsverkehr haben.
    Beim ärztlichen Nachsorge-Termin kann der erfolgreiche Abgang der Schwangerschaft nach dem Eingriff recht zuverlässig sonographisch bestimmt werden. Außerdem kann der ß-HCG Wert im Blut in Sonderfällen (z.B. beim Verbleiben von Plazentagewebe) bestimmt werden und als Verlaufskontrolle, also im Vergleich mit den Werten vor dem Eingriff, genutzt werden. Dies ist aber nicht unbedingt notwendig und teils nicht aussagekräftig, da der Wert oft lange positiv bleibt.

    Erleichterung oder Traurigkeit können auftreten und sind normal. Stimmungsveränderungen durch die hormonelle Umstellung können auch auftreten. Aber psychische Komplikationen sind sehr selten. Bei Bedarf kann man sich an manchen Beratungsstellen wie profamilia wenden, um zum Beispiel unterstützende Gespräche zu bekommen.

    Es sollten sich Gedanken zur Verhütung nach dem Abbruch gemacht werden: mehr Informationen dazu findet man hier. Denn es gilt: schon direkt nach dem Eingriff beginnt ein neuer Zyklus und man kann erneut schwanger werden. 
    Schweigepflicht
    Generell gilt: die Berater*innen und Ärzt*innen stehen unter Schweigepflicht und dürfen nichts weitererzählen

    Wenn der*die Ärzt*in nicht der*die regulär behandelnde Frauenärzt*in ist, kann man entscheiden, ob ein Arztbrief an die behandelnde Praxis geschickt wird oder nicht. Daten zum Eingriff werden dem Statistischen Bundesamt nur anonymisiert vermittelt. 

    Das Wichtigste

    • Die Schwangerschaftskonfliktberatung muss bei einer offiziellen, staatlich anerkannten Beratungsstelle stattfinden: sie ist für Schwangerschaftsabbrüche nach Beratungsregelung Pflicht.  Während der Beratung  erhalten Sie meist bei Bedarf Informationen darüber, welche Ärzt*innen die Behandlung anbieten. Zum Schluss wird eine Beratungsbescheinigung ausgestellt. 
    • Es gibt eine 3-Tage Pflicht-Wartezeit zwischen dem Tag der Beratung und dem Tag des Schwangerschaftsabbruchs
    • Ein Antrag auf Übernahme der Kosten für Schwangerschaftsabbruch ist möglich bei niedrigem Einkommen bei Ihrer Krankenkasse, welche den Antrag überprüft. Der Antrag muss vor dem Eingriff erfolgen
    • 1. Termin bei durchführender/m Arzt/Ärztin: hier erfolgt die weitere Aufklärung über die medizinischen Möglichkeiten und die Entscheidung, ob der Eingriff medikamentös oder operativ durchgeführt wird. Außerdem wird das Alter der Schwangerschaft durch den/die Arzt/Ärztin festgestellt. Es wird ein Termin für den Eingriff festgelegt.
    • der/die  behandelnde Arzt/Ärztin muss durch Nachfrage überprüfen, ob die Frau die bestehende Schwangerschaft abbrechen will und auch sicherstellen, dass die Informationen aus dem Aufklärungsgespräch verstanden werden
    • Falls eine Sprachbarriere besteht, bitte eine Vertrauensperson oder Dolmetscher*in zum Übersetzen dabei haben ! 
    • In vielen Städten gibt es einen Dolmetscher*innenpool. Bei der Stadtverwaltung oder der Schwangerschaftsberatungsstelle erkundigen. 
    • Termin zur Durchführung
    • Nachsorge: ungefähr 14 Tage später


    Gesetzliche Regelung

    Schwangerschaftsabbrüche sind immer noch im §218 StGB geregelt. Ausnahmen, unter welchen SABs straffrei durchgeführt werden können, sind

    • bei medizinischer Indikation: für die Schwangere besteht Lebensgefahr oder die Gefahr einer schweren Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes und diese Gefahr kann nicht auf andere für die Frau zumutbare Weise abgewendet werden.
    • bei kriminologischer Indikation: wenn die Schwangerschaft durch ein Sexualdelikt (wie Vergewaltigung) zustande gekommen ist – möglich bis Ende der 12.SSW ab Befruchtung/14.SSW ab 1. Tag der letzten Menstruation.
    • mit vorausgehender Beratung (Beratungsregelung) l: möglich bis Ende der 12.SSW ab Befruchtung/14.SSW ab 1. Tag der letzten Menstruation. Das sind > 90 % der Schwangerschaftsabbrüche, die in Deutschland stattfinden.

      In diesem Artikel gehen wir auf den Schwangerschaftsabbruch über Beratungsregelung ein.
      Den politischen Hintergrund zu unserer Kampagne und zum Informationsverbot über Schwangerschaftsabbrüche durch §219 erklären wir hier.

    Noch Fragen? Empfehlenswerte Quellen


    Mehr oder anders formulierte Informationen können auf der Seite von Profamilia (deutsch, englisch) oder auf Talkabortion.de (deutsch) gefunden werden.
    – Talkabortion: Informationen rund um den Schwangerschaftsabbruch
    – Profamilia: Informationen rund um Familienplanung (Schwangerschaftsabbruch, Verhütung, Kinderwunsch, Sexualität…)

    Verhütung

    Eine Übersicht zu Verhütungsmitteln ist in Bearbeitung und wird bald auf dieser Webseite veröffentlicht werden.

    Profamilia.de enthält eine Menge Informationen zum Thema Verhütung, die in sehr verständlicher Weise erklärt werden.

    Leichte Sprache

    [in Bearbeitung]

    Englisch

    Proceedings of an abortion in Germany

    The process explained step by step

    Firstly, a pregnancy needs to be confirmed, preferably by a gynecologist, as pregnancy tests may be false positive. Here, you should also ask to have your blood group determined if you do not know it.

    Consultation

    In Germany, you are obliged to attend a consultation at an official counselling center (e.g. profamilia). It will take approximately one hour.

    • The counseling can be conducted anonymously, which entails that you do not have to indicate your name but instead you will receive a codename. If you do not speak German, please contact the counselling center prior to your appointment. You might be able to bring a trusted person who can translate, otherwise, most counseling centers will try to organize an interpreter.
    • You may bring someone to your appointment regardless, but you do not have to and you can also change your mind during the consultation and speak to the counselor privately.
    • In times of Covid-19, counseling may also be conducted digitally or via a phone call.
    • No matter what, the counseling center has to hand out a confirmation of the counseling. You are not obliged to defend your decision and you should not worry about saying something wrong.
    • The counselling is intended to support the pregnant person, answer questions and help make an informed choice. There is no pre-determined decision it should guide you to.
    • During the counselling you can also ask for information on doctors performing abortions.

    In Freiburg the state-approved counseling centers are:
    Pro familia e.V.
    Beratungsstelle Freiburg
    Basler Str. 61,79100 Freiburg
    0761 296256
    freiburg@profamilia.de
    Diakonisches Werk
    Dreisamstraße 3-5, 79098 Freiburg
    0761 368910
    Donum vitae
    Leopoldring 7, 79098 Freiburg
    0761 2023096
    You may also get counselling at your local public health department.

    Attention!
    The counseling certificate needs to be issued by a state-approved counseling center. However, not every counseling center is recognized by the state. There are also counseling centers that are not neutral, that are run by pro-life activists or that are not allowed to issue a certificate at the end. This is usually not recognizable on the various website, so pay close attention.

    Costs

    An abortion costs approximately between 250-750€ depending on the method and/or doctor’s practice.
    In some cases, the costs can be covered if the following conditions are met: Low-income earners (current limit of the woman’s own income: €1,258 net; for each child living in the household, the limit increases by €298; if the cost of accommodation is higher than €368, the amount above this increases the income limit, but only by a maximum of €368) and recipients of social assistance, ALG 2 or benefits under the Asylum Seekers‘ Benefits Act). In these cases, an application can be made to the respective health insurance company to have the costs covered.
    Even if you are not insured with a statutory health insurance, you can apply for the costs to be covered under the above-mentioned conditions. A woman who does not have health insurance or who has private health insurance can apply to one of the statutory health insurers at her own choice. The costs for the abortion are then covered by the respective federal state – and not by the health insurance company itself, which is why the reimbursement of abortions also varies between the different federal states.

    Attention!
    It is important to clarify with the physician/doctor’s office performing the procedure in another federal state the acceptance of the cost assumption declaration/amount of remuneration (or required private co-payments) during your first contact.
    The application must be made prior to the procedure and presented at the practice; it is not possible to bill the health insurance company afterwards!
    The health insurance company does not have the right to demand the presentation of the consultation certificate; the application for the assumption of costs for abortion can also be made prior to the consultation with the health insurance company.

    During the Covid pandemic, it might be possible to do the application by phone; otherwise you might have to come personnally.  

    Which doctors perform abortions?

    • A list with doctors who perform abortions can be found here

    However, this list is incomplete, as registration is voluntary. A complete list of doctors who perform the procedure can usually be obtained from the counseling center.
    At your first meeting with the doctor, you should bring the counseling certificate, if applicable, the cost coverage certificate, your insurance card and if possible your blood type certificate.

    Medical methods

    There are two ways to perform an abortion, one medicinal and one surgical.

    • Medicinal: The drug Mifegyne is allowed up until the 63rd day (9 weeks) after the last menstruation. In Freiburg, however, most doctors offer medicinal abortion only until the end of the 7th week of pregancy. Mife It is possible to perform the medicinal abortion at a very early stage. The uterus will not be injured and there is no need for anesthesia. However, the post abortion bleeding may last longer than those after the surgical procedure. Mifegyne inhibits progesterone, the hormone responsible for maintaining pregnancy. By taking another drug (a prostaglandin), about 2 days later, a „miscarriage“ is induced. With this method, several appointments are required until the completion of the abortion.
      The appointment to perform it must take place no earlier than the 4th day after the conclusion of the consultation (that is, with 3 days in between). First, the Mifegyne tablets are taken. Approximately 42h /48h later, the administration of Cytotec tablets takes place, which triggers bleeding. You have to stay in the clinic for observation for about 3-4 hours. It is recommended to arrange a pick-up by someone else for the way home. However, it is not obligatory: you can go alone if you wish.
    • Surgical: The abortion may also take place at the earliest on the 4th day after completion of the consultation (that is with 3 days in between). The so-called vacuum aspiration is the standard today takes place under anesthesia, either with local anesthesia or under short-term general anesthesia for about 15 minutes. The cervix is slowly and carefully dilated with thin metal rods, then the pregnancy tissue is aspirated.
      The procedure is usually very quick and takes a few minutes. The method of curettage (scraping) is sometimes offered, for example, when the medical abortion is not regular. However, the standard use of this method is actually outdated.

    Both methods are considered very safe, but there is a slight possibility for side effects or complications. For the medicinal abortion, here is a small risk (in <5% of cases) that the pregnancy will not be expelled or will be incomplete. Then surgical post curettage is necessary. Operatively, there is a risk of injury to the uterus or infection. There is also the risk of very heavy bleeding, which requires surgical intervention (however, this is very rare and more likely to occur with very late mifepristone use: necessary in <1% of cases).

    Telemedically assisted abortions are not yet standard in Germany. However, some have recently become possible in Berlin and also for women from other German states, apparently with good success.

    After the abortion

    In general, bleeding may occur for a few days after the procedure or for longer in the form of spotting. This is normal and is not a cause for concern. Severe pain is rare.
    You should go to the doctor if:

    • you have an elevated temperature (above 38.0 degrees Celsius) for a long period of time: call the doctor, regardless of the time of day or night.
    • you experience pain that goes beyond the pain of a period.
    • you have a strong, smelly discharge.

    In case of very heavy bleeding, which feels excessive and is associated with pain, contact the university clinic directly and point out that you had an abortion!

    To prevent inflammation and its negative consequences, you should not bathe (showering is allowed), use tampons or have sexual intercourse during the first few days.
    At the medical follow-up appointment, the successful termination of pregnancy after the procedure can be determined quite reliably by sonography. In addition, the ß-HCG value in the blood can be determined in special cases (e.g. when placental tissue remains) and used as a follow-up, i.e. in comparison with the values before the procedure. However, this is not absolutely necessary and in some cases not meaningful, as the value often remains positive for a long time.

    Relief or sadness can occur and are normal. Mood changes due to hormonal changes can also occur. But psychological complications are very rare. If necessary, you can turn to some counseling centers like profamilia, for example, to get supportive talks.

    You should think about contraception after the abortion: more information can be found here. Directly after the procedure a new cycle begins and you can get pregnant again.
    Confidentiality
    In general, the counselors and doctors are bound to secrecy and are not allowed to disclose anything.

    If the doctor is not your regular gynecologist, you can decide whether or not to send a doctor’s letter to the treating practice. Data on the procedure will only be passed on to the Federal Statistical Office in anonymized form.

    Most important things to know

    • Pregnancy conflict counseling must take place at an official, state-recognized counseling center: it is mandatory for abortions according to counseling regulations. During the consultation, if necessary, you will receive information about which doctors offer the treatment. At the end, a certificate of counseling will be issued.
    • There is a 3-day obligatory waiting period between the day of the consultation and the day of the abortion.
    • It is possible to apply for coverage of abortion costs in case of low income with your health insurance company, which will review the application. The application must be made before the procedure
    • 1. appointment with the performing physician: here further information about the medical possibilities and the decision whether the intervention will be performed medically or surgically will be made. The doctor will also determine the age of the pregnancy. A date for the procedure is set.
    • Your doctor must check by asking whether you want to terminate the existing pregnancy and also make sure that the information from the informed consent interview is understood
    • If there is a language barrier, please have a trusted person or interpreter with you to translate! In many cities there is a pool of interpreters. Ask at the city administration or the pregnancy counseling center.
    • Appointment for the procedure
    • Follow-up: about 14 days later

    Legal regulation of abortion in Germany

    Abortions are still regulated by German law. Exceptions, under which abortions can be performed without punishment, are

    • in case of medical indication: there is a danger to the pregnant woman’s life or a danger of serious impairment of her physical or mental state of health and this danger cannot be averted in any other way that is reasonable for the woman.
    • in case of criminological indication: if the pregnancy resulted from a sexual offense (such as rape) – possible until the end of the 12th week of pregnancy from fertilization or the 14th week from the 1st day of the last menstruation.
    • With prior counseling (counseling regulation) l: possible until end of 12th week from fertilization or the 14th week from 1st day of last menstruation. This makes up > 90% of abortions that take place in Germany.

    In this article, we address abortion via counseling regulation.

    The political background to our campaign and the ban on information about abortions through §219 is explained here (German).

    Questions? Further Sources

    More information on abortion, contraceptives, sexuality, etc. can be found on the website of Profamilia (in German and English) and on talkabortion.de (in German)

    Französisch

    Déroulé d’un avortement (IVG) en Allemagne

    ~ Étapes décrites une à une; consultation; coûts; quels/quelles médecins procèdent à des avortements; méthodes; après l’IVG; le plus important; réglementation de la loi; sources recommandées; contraception

    Étapes décrites une à une:

    Quand on constate une grossesse, on doit d’abord vérifier que la grossesse a vraiment lieu. Le mieux est de faire vérifier la grossesse par un/e gynécologue, car les tests de grossesse peuvent parfois être faussement positifs. Par la même occasion, on peut déterminer votre groupe sanguin, si cela n’a pas déjà été fait par le passé.

    Consultation
    Assister à un entretien (une consultation, „Beratung“) avant l’avortement est obligatoire; ainsi, on doit prendre rendez-vous chez un des centres de consultations au sujet de la grossesse qui sont certifiées. Pour l’entretien, on doit se prendre environ une heure de libre (en gardant du temps si jamais cela dure plus longtemps).

    • L’entretien peut être anonyme, c’est-à-dire que vous pouvez ne pas citer votre nom et recevoir un nom de code. Si vous ne maîtrisez pas très bien l’allemand, il est important de le dire au moment de prendre rendez-vous ou de venir en compagnie de quelqu’un de confiance qui parle très bien allemand pour traduire. Beaucoup de centres de consultations pour ce genre d’entretiens peuvent essayer d’organiser une traduction dans votre langue (gratuitement).
    • La personne enceinte peut venir seule ou en compagnie de quelqu’un. Pendant l’entretien, on peut changer d’avis si on préfère finalement parler seule avec le*a conseillèr*e.
    • En partie, les entretiens pendant Corona ont également lieu par télephone/digitalement, donc il est parfois possible que l’on ne puisse/doive pas venir en personne au centre de consultations pour ces entretiens.
    • Le centre de consultations est obligé de vous fournir le certificat de consultation à la fin de l’entretien dont vous aurez besoin pour l’avortement. Il n’y a aucune contrainte de devoir expliquer sa décision ou se justifier et on n’a pas à avoir peur de dire quelque chose de „faux“.
    • Le but de l’entretien est d’aider la femme (ou le couple); de soutenir en cas d’incertitudes, de clarifier les choses sur tous les niveaux, de répondre aux questions, de présenter des services d’aides… Il doit aider la femme (le couple) à prendre une décision individuelle et bien réfléchie.
    • L’entretien doit être ouvert à tous résultats, c’est-à-dire que ce vous décidez à la fin de l’entretien reste libre de choix.
    • Le plus souvent, les conseillers peuvent vous informer si besoin sur chez quel*les médecins on peut aller.

    Les centres de consultations officiels à Freiburg sont:
    pro familia e.V.
    Beratungsstelle Freiburg
    Basler Str. 61,79100 Freiburg
    0761 296256
    freiburg@profamilia.de
    Diakonisches Werk
    Dreisamstraße 3-5, 79098 Freiburg
    0761 368910
    Donum vitae
    Leopoldring 7, 79098 Freiburg
    0761 2023096
    À d’autres endroits, les consultations sont en partie possibles dans les services de santé publique.

    Attention!
    Le certificat doit être délivré par un centre de consultations certifié par l’état. Cependant, tous les centres de consultations au sujet des avortement ne sont pas reconnus par l’état. Il existe aussi des centre de consultations qui ne sont pas neutres mais menés par des opposants – anti-avortements – et/ou qui ne délivreront pas de certificat à la fin de l’entretien. Cela n’est pas toujours reconnaissable sur les différents sites webs!

    Coûts

    Un IVG coûte environ entre 250-750€ en fonction de la méthode et/ou du cabinet médical.
    Dans certains cas, les coûts peuvent être remboursés, si l’on remplit les conditions suivantes: bas revenu (limite actuelle du propre revenu de la femme: 1.258€ net; pour chaque enfant qui vit dans le même ménage, la limite monte de 298€; quand les coûts du domicile sont plus hauts que 368€, ce qui dépasse augmente la limite de revenu de maximum 368€), bénéficiaires des aides sociales (Sozialhilfe, ALG 2 ou personnes concernées par la loi des demandeurs d’asyle). Dans ces cas, on peut faire une demande auprès de la caisse d’assurance maladie.
    Même si on n’est pas assuré auprès d’une caisse d’assurance maladie, on peut demander une prise en charge des coûts si on remplit une des conditions citées ci-dessus. Une femme non-assurée ou avec assurance privée peut se tourner à la caisse d’assurance maladie de son choix. Les coûts sont remboursés par l’État régional (Bundesland) – et non par la caisse d’assurance maladie elle-même – c’est pourquoi les remboursements varient d’un État fédéral à l’autre.

    Attention!
    Il est important de clarifier la procédure de remboursement (ou s’il y a des honoraires) avec le/la médecin si il/elle vient d’un autre État dès les premiers contacts.
    La demande doit avoir lieu et être transmise au cabinet avant l’IVG, un remboursement en passant par l’assurance maladie après coup n’est pas possible!
    La caisse d’assurance maladie n’a pas le droit d’exiger de voir le certificat d’entretien de consultations (on peut déjà faire la demande de remboursement auprès de la caisse d’assurance maladie avant l’entretien.

    Pendant la pandémie de Covid, on peut en général faire la demande auprès de la caisse d’assurance maladie par téléphone, ou sinon en personne dans la filiale en question.

    Quels/quelles médecins procédent à des avortements ?

    • Voici une liste de médecins qui font l’IVG (en allemand).
      Cependant, elle est incomplète, car on est libre de s’y inscrire ou pas. Le plus souvent, il est possible d’avoir une liste complète dans les centres qui font les entretiens de consultations avant l’IVG.

    Au premier contact avec le/la médecin, il faut amener le certificat de l’entretien de consultation, le certificat que les coûts seront remboursés si c’est le cas (au plus tard le jour de l’IVG), la carte d’assurance maladie, et si possible un certificat de groupe sanguin.

    Méthodes médicales

    Il y a des méthodes médicamenteuses et operatives pour procéder à une IVG.

    • IVG médicamenteuse: le medicament Mifegyne (substance active Mifepriston) est autorisé jusqu’au 63ème jour (9 semaines) après les dernières règles. On peut déjà prendre Mifegyne très tôt. L’utérus ne peut pas être blessé et de manière générale, il n’y pas besoin d’anesthésie. Cependant, les saignements peuvent éventuellement durer plus longtemps que pour la méthode opérative. Pourtant, à Freiburg, la plupart des médecins n’appliquent la méthode médicamenteuse que jusqu’à la fin de la 7ème semaine de grossesse (+ quelques jours).
      Mifepriston bloque la progéstérone, l’hormone qui est responsable du maintien de la grossesse. La prise d’un autre médicament (une prostaglandine) environ 2 jours plus tard provoque comme une « fausse-couche ». Avec cette méthode, plusieurs rendez-vous sont nécessaires jusqu’à la fin de l’IVG.
      Le rendez-vous pour l’accomplissement de l’IVG ne peut avoir lieu au plus tôt que le 4ème jour après l’entretien de consultation (donc avec 3 jours entre les deux). En premier, on prend les pillules de Mifegyne. Environ 42/48h après on prend les pillules de prostaglandine, ce qui provoque des saignements. On reste dans le cabinet pour observation pendant environ 3-4h. Il est conseillé de s’organiser pour rentrer chez soi en compagnie de quelqu’un. Mais ceci n’est pas obligatoire : on peut si besoin rentrer seul*e.
    • IVG chirurgicale : le rendez-vous pour l’accomplissement de l’IVG ne peut avoir lieu au plus tôt que le 4ème jour après l’entretien de consultation (donc avec 3 jours entre les deux). L’aspiration sous vide (Vakuumaspiration) est aujourd’hui la méthode standard et a lieu sous anesthésie (soit locale, soit générale pour environ 15 minutes). On dilate le col de l’utérus lentementet avec précautions, puis on aspire le tissu de grossesse. En général, l’intervention ne dure que quelques minutes. La méthode de curettage (Kürettage) est en partie encore appliquée, par exemple quand l’IVG médicamenteuse n’a pas eu lieu correctement. Cependant, l’application systématique de cette méthode ne devrait plus avoir lieu.

    Ces deux méthodes sont très sûres, pourtant il peut y a voir certains effets indésirables ou des complications : avec les médicaments, il y a risque très faible (<5% des cas) que les tissus de grossesse ne soient pas ou pas complètement expulsés. Dans ce cas, une intervention chirurgicale est nécessaire. Avec la méthode chirurgicale, il y a le risque de blesser l’utérus ou d’une infection. De plus, il existe aussi le risque de saignements très forts qui nécessitent un traitement chirurgical (cependant, cela arrive très rarement et plutôt pour les prises très tardives de Mifepriston : traitement chirurgical nécessaire dans <1% des cas)

    En Allemagne, les IVG accompagnés par télémédecine ne sont pas la norme. Cependant, ils sont possibles depuis peu depuis Berlin et pour des femmes d’autres régions, apparemment avec succès.

    Après l’IVG

    De manière générale, il peut y avoir de faibles saignements pour quelques jours ou plus. C’est normal et il n’y a pas de raison de s’inquiéter. De fortes douleurs sont plutôt rares.
    Mais il faut aller chez le/la médecin en cas de:

    • fièvre (au dessus de 38,0°C) pendant une longue période : prenez contact avec le/la médecin, peu importe l’heure !
    • douleurs qui sont plus fortes que la douleur que vous connaissez des règles
    • écoulement vaginal malodorant.

    En cas de forts saignements qui vous semblent trop forts et qui sont associés à des douleurs, prenez directement contact avec la clinique universitaire de Freiburg (Uniklinik Freiburg) et signalez que vous avez eu l’IVG!

    Pour se protéger contre les infections et leurs conséquences négatives, il faut éviter dans les premiers jours de prendre un bain (les douches sont autorisées), d’utiliser des tampons et d’avoir des rapports sexuels.
    Pendant le rendez-vous de suivi médical après l‘IVG, l’interruption réussie peut être confirmée de manière fiable par échographie. De plus, on peut mesurer le ß-HCG dans le sang dans des cas particuliers (par exemple s’il reste du tissu de placenta) et utiliser cette mesure comme contrôle au fil du temps (c’est à dire en comparaison avec les valeurs avant l’IVG). Mais cela n’est pas vraiment nécessaire et parfois pas vraiment pertinent, car cette valeur reste souvent positive pendant longtemps.
    Du soulagement ou de la tristesse peuvent se faire sentir, ce qui est normal, tout comme des changements d’humeur causées par la réorganisation hormonale. Mais des complications psychiques sont très rares. Si besoin, on peut se tourner vers des centres d’entretien et de conseil comme profamilia, par exemple pour avoir du soutien à travers des entretiens.

    Il est conseillé d‘approfondir sa refléxion sur la contraception après l’IVG : il y a plus d’informations (en allemand) ici : en effet, un nouveau cycle commence directement après l’IVG et on peut re-tomber enceinte.
    Secret professionnel
    De manière générale: les conseillers*ères et médecins sont liés au secret professionnell et n’ont pas le droit de transmettre des informations.

    Si le/la médecin qui procède à l’IVG n’est pas le/la gynécologue traitant/e, on peut décider si une lettre est envoyée au cabinet traitant ou pas. Les données concernant l’IVG sont envoyées anonymement à l’office fédérale de statistique.

    Le plus important

    • L’entretien de „conseil“ doit avoir lieu à un centre de conseil officiel et reconnu par l’état : il est obligatoire puor procéder à un avortement. Pendant l’entretien, vous pouvez (la plupart du temps) recevoir, si besoin, des informations sur les médecins qui peuvent procéder à l’intervention. À la fin, on vous délivre un certificat de l’entretien.
    • Il y a une régle de temps d’attente de 3 jours obligatoires entre le jour de l’entretien et le jour de l’IVG.
    • Si on a un faible revenu, on peut faire une demande de remboursement des coûts à sa caisse d’assurance maladie allemande, qui vérifie la requête. Cela doit être fait avant l’IVG.
    • 1er rendez-vous chez le/la médecin procédant à l’IVG: pour être informé sur l’intervention, les possibilités médicales et décider de la méthode (médicamenteuse/chirurgicale). De plus, la durée de la grossesse est déterminée par le/la médecin. On fixe un rendez-vous pour l’IVG.
    • Le/la médecin doit vérifier que la femme veut interrompre la grossesse et le lui demandant et s’assurer que les informations pendant le premier entretien sont comprises.
    • S’il y a des problèmes de langues, merci de venir en compagnie de quelqu’un pour traduire !
    • Dans beaucoup de villes, il y a un réseau de traducteurs. Il faut s’informer à l’administration de la ville ou au centre d’entretien/de conseil.
    • Rendez-vous pour la réalisation de l’IVG
    • Rendez-vous de suivi: environ 14 jours plus tard

    Réglementation de la loi

    Les IVG sont aujourd’hui encore régulées par le code pénal, §218. Les exceptions sous lesquelles il est possible de procéder à des IVG sans pénalité sont :

    • Par indication médicale: pour la femme enceinte quand elle encourt un risque vital ou un risque de troubles sévères de l’état de santé physique ou mental et ce risque ne peut pas être évité par des moyens que l’on peut raisonnablement attendre de la femme.
    • Par indication criminologique : quand la grossesse aboutit d’un délit sexuel (viol) – l’IVG est autorisé jusqu’à la fin de la 12ème semaine après la conception/14ème semaine après le 1er jour des dernières règles
    • Avec entretien au préalable (réglementation par entretien de conseil, « Beratungsregelung ») : IVG sans pénalité possible jusqu’à la fin de la 12ème semaine après la conception/14ème semaine après le 1er jour des dernières règles. Cela concerne plus de 90% des IVG en Allemagne.

    Dans cet article, nous parlons de l’IVG avec entretien au préalable. Nous expliquons le context politique de notre campagne d’informations et de l’interdiction d’informer par le code pénal §219 ici.

    D’autres questions? Sources recommandées

    On peut trouver plus d’informations ou des infos formulées différemment sur le site de Profamilia (allemand, anglais) oder sur auf Talkabortion.de (allemand).
    – Talkabortion: informations sur le thème de l‘IVG
    – Profamilia: informations dans le domaine du planning familial (IVG, contraception, désir d’enfant, sexualité…)

    Contraception

    Une vue d’ensemble des moyens de contraceptions est en phase d’élaboration et sera bientôt publiée sur ce site.

    Profamilia.de (anglais, allemand) publie beaucoup d‘informations sur le thème de la contraception qui sont très bien expliquées.


  • Interview mit UniCross über die Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen zum 8. März

    „Die Lage verschlechtert sich“ » uniCROSS (uni-freiburg.de)

    Wir sind wieder in den Medien!

    Und zwar in Zusammenarbeit mit UniCross – mit denen wir unsere Eindrücke über die aktuelle Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen teilen konnten. Weil ja! Nach wie vor verschlechtert sich die Versorgungslage… während in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche noch immer im Strafgesetzbuch stehen.

    So kann es nicht weitergehen!

  • Nächste Treffen

    Momentan treffen wir uns weiterhin online jeden zweiten Donnerstag um 18 Uhr, das nächste Mal am 25.03.21 wieder. Trotz Semesterferien wollen wir unsere Projekte einfach nicht sein lassen 😉

    Das Thema des Sommersemesters lautet übrigens „Sexualmedizin“. Was heißt Inter*geschlechtlichkeit für Betroffene, was heißt es für Mediziner*innen? Wie kann man mit inter*geschlechtlichen Menschen besser umgehen, als es bisher der Fall war? Wie wird Inter*geschlechtlichkeit im Studium behandelt? Wie war das nochmal mit den weiblichen Geschlechtsorganen und gibt es das Jungfernhäutchen wirklich? Wie bekommen wir in Freiburg mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Selbstbestimmung von Frauen*?

    Vernetzungsarbeiten mit anderen Fachschafts-AGs, Künstler*innen oder Freiburger politischen Gruppen sind schon in Sicht.

    Bei Interesse einfach schreiben!

  • Workshop My Body, My Choice

    Aufgepasst!
    An alle*, die unseren Workshop bei den kritischen Einführungstagen verpasst hatten: wir bieten ihn am kommenden Freitag wieder an, dem 27.11.2020 von 20:00 bis 22:00 Uhr über Big Blue Button 😉

    Die Veranstaltung ist durch die Hilfe und Arbeit von Artik e.V. und dem Aufbegehrt! Kollektiv möglich.

    Hier ist der Link zur Veranstaltung: https://www.eventbrite.de/e/my-body-my-choice-workshop-zum-thema-schwangerschaftsabbruche-tickets-129531422973

    Wir freuen uns!

  • Kritische Einführungstage vom 06.11. – 15.11.2020

    Auch dieses Semester gibt es wieder die Kritischen Einführungstage in Freiburg für Erstsemester-Studierende oder auch andere interessierte Menschen!

    Das ist der Workshop den wir am Mittwoch den 11.11.2020 anbieten:

    Workshop: My Body. My Choice!? | 17-19 Uhr | online | Gruppe: Kritische Mediziner*innen Freiburg | Anmeldung: kritmedisfr@riseup.net
    Abtreibungen: Ein sehr persönliches und zugleich politisches Thema, das viele Fragen aufwirft: Welche medizinischen Möglichkeiten gibt es? Was ist §218? Und was hat es eigentlich mit den Kleiderbügeln auf sich?

  • ***Ersti-Treffen*** ***Neuen-Treffen***

    Liebe alle, wir freuen uns sehr, dieses Semester wieder einen Kneipenabend zu organiesieren! 🙂 Nutzt die Gelegenheit, um entspannt bei uns reinzuschnuppern, Fragen zu stellen und euch unsere Arbeit der letzten Jahre anzuschauen bzw. mit uns in Austausch zu kommen 😉

    Wo: Goldene Krone, Mattenstraße 2a

    Wann: 15.10.20, 18 Uhr

    Wir freuen uns!

    Schaut bitte nochmal kurzfristige auf unsere Seite, um eventuelle coronabedingte Planänderungen nicht zu verpassen.

  • Interview über die Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen in der Region

    Am 21.7. haben wir ein Interview für Radio Dreyeckland gegeben und zwar über die Versorgungslage bezüglich Frühschwangerschaftsabbrüchen in der Region und den Vorschlag der Sozialstaatssekretärin Bärbl Mielich, dass die Bereitschaft Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen ein Einstellungskriterium an Uniklinika im Fachbereich der Frauenheilkunde werden könnte.

    Warum wir das gut finden und was noch getan werden muss, um auch in Zukunft die Versorgung von Frauen* zu sichern, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, könnt ihr in dem Interview hören.

    Für uns ist klar, dass die Basis der Diskussion, für eine Verbesserung der Versorgungslage der Schwangerschaftsabbrüche, die Entkriminalisierung derer und die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219 im Strafgesetzbuch sein muss!

    Für weitere Infos und die Quellen, die im Interview genannt worden sind:

  • Soziale Determinanten von Gesundheit in der Corona-Pandemie

    Wir haben eine MindMap mit vielen verschiedenen Quellen zu den sozialen Determinanten von Gesundheit in der Corona-Pandemie gemacht, die ihr hier oder indem ihr auf das Bild klickt, downloaden könnt. 

    Aus den letzten Wochen wissen wir, dass die Krise nicht alle* Menschen gleich trifft und sie vor allem die soziale Ungleichheit in Deutschland, aber auch global weiter verschärft. Daher wollen wir mit dieser Darstellung das Wissen darüber verbreiten und auch unsere Forderungen teilen! 

  • *** Menschenkette & Kundgebung am 17.06.20 – 18 Uhr PdaS ***

    Anlässlich der verschobenen Gesundheitsminister*innen-konferenz wurde von mehreren Organisationen in Freiburg eine Aktion in Form einer Menschenkette und Kundgebung geplant, um auf die immer noch teilweise miserablen Zustände in den Krankenhäusern hinzuweisen und gerechtere Alternativen zu fordern!

    Hier könnt ihr den Aufruf zur Kundgebung bei unseren Freunden dem „Netzwerk solidarisches Gesundheitswesen“ lesen! 

    Und hier auf twitter alles aktuell verfolgen ! 😉

    https://twitter.com/KritMedFr/status/1271104537659617282
  • ✊🏽✊🏾✊🏿

    #blacklivesmatter – für eine Solidarität über die Grenzen hinweg und für ein längst überfälliges Ende des systematischen Rassismus und Polizeigewalt weltweit!

    Dazu ein paar Berichte, Artikel & Buchempfehlungen:

    Margarete Stokowski – Die ursprüngliche Eskalation 

    Deutschlandfunk – Rassismus in den USA – woher die Wut kommt

    Tupoka Ogette – exit Racism 

    Amma Yeboah – Rassismus & psychische Gesundheit in Deutschland 

    Alice Hasters – Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen

    Simone Dede Ayivi – Schwarz

  • #ProfitePflegenKeineMenschen

    Hier ist die Pressemitteilung unserer Freund*innen vom Netzwerk solidarisches Gesundheitswesen verlinkt, die gestern Nacht mit Transparenten vor den Kliniken in Freiburg darauf aufmerksam gemacht haben, dass der Druck auf die Politik und die Entscheidungsträger*innen bezüglich der Krankenhausfinanzierung und des Pflegenotstands auch jetzt erhöht werden muss, damit ein bedarfsgerechtes solidarisches Gesundheitssystem entstehen kann!

  • *** Online-Klimastreik Fridays for Future Freiburg ***

    Über das Bündnis Health for Future Freiburg haben wir auch beim Online Klimastreik mitgemacht, denn auch in Zeiten der Coronakrise wollen wir ein Zeichen im Sinne des Klimaschutzes setzen und freuen uns schon beim nächsten Gesundheitsblock des Klimastreiks auch wieder physisch anwesend sein zu können! Denn Gesundheit braucht Klimaschutz !

    https://www.instagram.com/p/B-hURrcH8E9/
  • „Ein Weckruf für die Krankenhauspolitik“

    Deutschlandweit machen Beschäftigte im Gesundheitswesen deutlich, dass die Krise im Gesundheitssystem bezüglich Mangel an Pflegepersonal, mangelnder Finanzierung und eine allgegenwärtiges übermäßiges Ausrichten der Krankenhausgesellschaft nach Ökonomisierung schon länger besteht und endlich was dagegen getan werden muss!

    Ein Foto aus Stuttgart, das alles sagt. Danke solidarisches-stuttgart.org!#nichtaufunseremruecken

    Gepostet von Berliner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus am Donnerstag, 2. April 2020

    Auch diese zwei Artikel aus der Zeitschrift „Der Freitag“ von Kalle Kunkel zeigen deutlich auf, dass der Pflegenotstand in den Krankenhäusern schon lange besteht und es endlich zu einer Abschaffung des Fallpauschalensystems und einer bedarfsgerechten Krankenhausplanung in allen Bereichen kommen sollte!

    -13.03.20: „Der Kern der deutschen Krankenhausmisere“ – Kalle Kunkel –https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-kern-der-deutschen-krankenhausmisere

    -24.03.20: „Ein Weckruf für die Krankenhauspolitik“ – Kalle Kunkel – https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ein-weckruf-fuer-die-krankenhauspolitik

  • Verletzung reproduktiver Rechte von Frauen*

    Mit 65 weiteren Organisationen unterstützen wir den Alternativbericht an die Vereinten Nationen um den internationalen Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen.  Der Bericht der German Alliance for Choice zur Umsetzung der Frauenrechtskonvention CEDAW kritisiert die Verschlechterung der Versorgungslage und die damit einhergehende „anhaltenden Verletzung der international verbrieften Rechte aller Frauen* in Deutschland“. (taz.de berichtet)

    Hier könnt ihr den Alternativbericht der German Alliance for Choice nachlesen:

    https://tbinternet.ohchr.org/_layouts/15/treatybodyexternal/SessionDetails1.aspx?SessionID=1389&Lang=en


  • ***KAPITALISMUS KRITISCHE KLIMATAGE 20.-24.1.2020***

    Zum Ende diesen Semesters organisiert die KrEta Freiburg eine kapitalismuskritische Klimawoche mit spannenden Workshops, Voträgen und Aktionen. Von den KritMedis gibt es am Freitag den 24.1. um 18 Uhr eine Einheit zum Thema Planetary Health an. Kommt vorbei und diskutiert mit ! Wir freuen uns auf euch 🙂

    https://www.facebook.com/kretafreiburg/?ref=page_internal
  • **Klimakrise heißt Gesundheitskrise!**

    Unsere Freunde vom Netzwerk Solidarisches Gesundheitswesen rufen auf:

    An alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen,

    die Weltgesundheitsorganisation sieht den Klimawandel als die stärkste Bedrohung für die Gesundheit der Menschheit in den kommenden Jahren.

    Doch trotz dieser massiven Gefahr wird von politischer Seite kaum etwas unternommen, um das verbleibende knappe Zeitfenster zu nutzen und dem entgegenzuwirken. Das bedeutet: Wir müssen selbst aktiv werden, um die Erde als Lebensgrundlage der Menschen zu erhalten.

    Die Teile der Welt, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, leiden als erstes darunter. Oft werden dort die Auswirkungen der Klimakrise als indirekte Folgen sichtbar: Hungersnöte, Trinkwasserknappheit, Armut,
    Vertreibung und Migration sind einige Beispiele dafür. Ebenso werden gesundheitliche Probleme, wie die Ausbreitung von Malaria oder durch Luftverschmutzung verursachte Erkrankungen der Atemwege zu immer ernsteren Gefahren.

    Bisher hat die Politik nicht gehandelt, um aktiv die CO2-Emission einzudämmen und somit zentralen Kipppunkten des Klimawandels entgegen zu wirken. Doch was ist der Grund dafür? Ähnlich wie im Gesundheitswesen auch, stehen Profite statt menschliche Bedürfnisse im Zentrum politischer Entscheidungen, was dazu führt, dass nicht genug wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die die Klimakrise abwenden können.

    Der neuerliche Hitzerekord-Sommer hat uns gezeigt, dass
    Klimakrise kaum 20 Jahren warten wird. Unter dem Motto „Klimakrise heißt Gesundheitskrise!“ werden wir uns daher im Rahmen eines Gesundheits- Blocks am Globalen Klimastreik beteiligen und darauf
    hinweisen, dass der Klimawandel derzeit die größte Gefahr für die globale Gesundheit darstellt – und uns zum Handeln verpflichtet.

    Kommt also am Freitag, den 29.11. zur Demo und seid Teil des globalen Streiks von FridaysForFuture! Wir wollen dort deutlich machen, dass auch aus gesundheitlicher Perspektive ein entschlossenes Bekämpfen der Klimakrise notwendig ist. Bringt also gerne Utensilien wie Kasacks, Mundschutz, Kittel o.ä. mit, um dies auch nach außen sichtbar zu machen.

    Treffpunkt: Freitag, 29.11., 9:45 Uhr
    auf der Treppe vor dem Stadttheater

    Das Netzwerk solidarisches Gesundheitswesen

    https://healthforfuture.de/
    https://www.klimawandel-gesundheit.de/
    http://sol-ges.de/

  • *** KrEta – Kritische Einführungstage vom 23. – 26.10.19 ***


    Die Kritischen Einführungstage in Freiburg gehen in die dritte Runde – Workshops, Filme, Sekt, Stadtrundgänge uvm. – Das studentische Leben kann auch kritisch, solidarisch und widerständig sein.

    Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist plakat-2019-733x1024.jpg

    ***** Wir machen am Donnerstag den 24.10.19 von 20 – 22 Uhr (Raum 010 20B, Hermann-Herder-Straße 9) einen Workshop zu Planetary Health – Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch 🙂

    Es geht um die Menschen in der globalen Klimakrise und Perspektiven zur Klima(un)gerechtigkeit und Weltgesundheit *****

  • Gesundheitsblock beim Klimastreik am 20.09.19

    Auch wir sind beim Gesundheitsblock des Klimastreiks am 20.09.19 dabei – denn die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise!

    Treffpunkt 09:45 Uhr auf der Stadttheatertreppe!

    Wir freuen uns auf euch!

    (http://sol-ges.de)

  • Klimastreik am 20. September 2019

    Wir rufen gemeinsam mit Fridays For Future und dem Klimaaktionsbündnis Freiburg gemeinsam zum Klimastreik am 20. September 2019 auf!

    Weitere Infos über Aktionsformen usw. werden die nächsten Wochen folgen.

    Wir sind motiviert und freuen uns mit euch zu streiken!

    Auch in Freiburg wird es einen Gesundheitsblock geben, indem gezeigt wird dass die Klimakrise auch eine Gesundheitskrise ist!
    https://healthforfuture.de

  • Klimastreik am 19. Juli 2019

    Auch wir waren mit dabei und solidarisierten uns beim Klimastreik der Fridays-for-Future Demonstration in Freiburg mit den 7500 anderen Menschen!

    https://twitter.com/KritMedFr/status/1152167350495580160